Fresius Aschefeger
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Werte

Lebenspfad— Stadtkind, Schmied-Lehrling, Späher im Militär, Landstreicher
Alter— 28

Grundwerte Wi Pe Po Fo Ag Sp
B3 (1/0) B4 (2/0) B5 (2/0) B4 B5 (1/0) B4 (0/1)
Attribute Hea Ref MW Ste Hes Res Cir Multi.
B4 B4 B10 B4 // (0/0/2) 7 B0 B2// (0/1/1) 3.5
PTGS Su: B3 Li: B5 Mi: B7 Se: B8 Tr: B9 Mo: B10

Fertigkeiten— Flicken B2, Heimlichkeit B4 (2/0/0), Waldkunde B4 (1/0/0), Schmied B3, Orientierung B3 (0/1/0), Beobachung B4 (1/1/0), Spurenlesen B2 (0/1/0), Speerkampf B5 (-/2/0), Elfenkunde B3 (3/1/0), Überzeugen B6 (-/0/0), Gerber B2 (1/1/0), Nahrungssuche B3 (1/0/0)
Geübte Fertigkeiten— Rede (6/7), Ortskunde (4/6), Feilschen (1/7), Verhör (4/7), Weltkunde (1/6), Harte Wahrheit (2/7)
Ausrüstung— Lederwerkzeug, Reiseausrüstung, einfache Kleidung, Stiefel, Speer, Kappe & Brustpanzer(verstärktes Leder), halbe Lederärmel, Lederbeinlinge
IMS

Waffe Power Add WSpd VA Strike Dist
Faust 3/5/7 2 F - Shortest
Speer 4/7/10 2 F 1 Longest

Eigentum— keines
Zugehörigkeiten— keine
Ruf— +1D Weidengrund, dieser seltsame Landstreicher
Beziehungen— Risaja Aschefeger (Gering, Mutter, gebrochen)
Rituale & Zaubersprüche— keine
Merkmale— Einzelgänger (Cha), Gezüchtigt (Cha), Elfenblut (Wt), Anmutige Erscheinung (Cha?)
Artha— (5/3/1)
Artha ausgegeben— (12/5/0)
Notizen

Prinzipien

  1. Ich werde die Umgebung der Lagerstätte auskundschaften, um alles für einen Überfall in Erfahrung zu bringen.
  2. Am morgigen Markttag werde ich demonstrieren, wie dreckig die Elfen sind.

Alte Prinzipien

  1. Ich muss meinen Vater, Layon, finden. Zunächst werde ich die Elfen in Kreuzwege nach ihm befragen. (1,1,0)
  2. Wir müssen den Hund auf unsere Seite bringen, um im Untergrund von Kreuzwege eine Basis zu schaffen. (0,0,0)
  3. Wir werden die Lagerstätte der Elfen plündern um an Rohstoffe für unsere Sache zu kommen. Ist es nicht ohnehin mit unserem Schweiß erarbeitet?
  4. Mit den Alten Göttern haben wir einen Nerv der Menschen getroffen. Wenn wir mehr Relikte und Informationen finden, können wir die Menschen vom Gottkaiser abbringen. Hinter Nirams Absperrungen verbirgt sich irgendetwas.
  5. Ich muss sicher stellen, dass Erifar meiner Mutter nichts schlechtes tut. Dafür sollte ich ihn persönlich in einem Gespräch auf die Probe stellen. (1,1,0)
  6. Ich muss meinen Vater, Layon, finden. Die Archive der Elfen in Fiondsbruch werden sicher ein Register der Einwohner haben. Dort werde ich suchen.
  7. Ich muss herausfinden, wer hinter den elfischen Spitzeln steckt. Dazu werde ich ein weiteres Spitzel finden und ausquetschen.
  8. Was ist mit meiner Familie geschehen? Ich muss Rosaja aus den Fängen dieses Erifar befreien. Dann wird sie mir bestimmt helfen, meinen Vater zu finden. (2,1,0)
  9. Dieser elfische Händler Erifar nimmt nicht nur unsere Provinz aus, er hat auch meine Mutter geblendet! Ich muss die menschlichen Händler gegen ihn aufwiegeln und vereinen um ihn und sein Handelsemporium zu zerstören. Erste Hinweise bekomme ich hoffentlich bei einem Einbruch.

Instinkte

  1. Wenn ich einen Ort betrete, verschaffe ich mir zunächst immer einen Überblick.
  2. Ich trage immer ein Messer im Stiefel.
  3. Ich wiegele immer gegen die Elfen auf, wenn sie nicht in der Nähe sind.

Beschreibung

Wenn man Fresius zum ersten Mal sieht, sticht als erstes seine fast schon abgemagerte, hohe Statur ins Auge. Alte, abgewetzte Kleidung und unregelmäßiger Bartwuchs vermitteln den Eindruck eines Landstreichers, der sich nicht viel um die Meinung anderer schert. Seine dunkelblonden Haare sind kurz geschnitten, aber so unregelmäßig, dass fast immer irgendwo eine Strähne absteht oder ihm ins Gesicht hängt. Einzig der Speer an seiner Seite und die durchdringenden Augen deuten darauf hin, dass es sich bei Fresius nicht um einen Bettler handelt, sondern dass er auch anderer Beschäftigung nachgeht.

Aber unter seinem Äußeren muss sich noch etwas anderes verbergen. Er zeigt sich eher stolz und aufrecht denn armselig und lässt andere gnadenlos seine Meinung wissen. Vielen ist seine direkte, gnadenlose Art des Redens unangenehm — und seine stete Skepsis die bis hin zu Verfolgungswahn reichen kann tut ein weiteres. Wer mit ihm redet stellt schnell fest, dass seine Aufmerksamkeit fast gänzlich den Elfen gilt, die in seinen Augen ungerecht sind und die Menschen als Sklaven im Goldenen Käfig halten. Das ist harter Stoff und nicht jedermanns Sache, weswegen Fresius nur wenig langfristigen Kontakt mit Leuten hat. Dennoch ist er stets auf der Suche nach Gleichgesinnten und freut sich über jeden, der ihn auch nur ansatzweise versteht.

Viele würden in ihm einen unangenehmen, gar gesellschaftsfeindlichen Menschen sehen. Doch es steckt mehr dahinter. Hinter seinem Gebaren verbirgt sich ein eigener Sinn von Freiheit und Gerechtigkeit, der immer hin und her Gerissen ist zwischen dem Fokus auf den Einzelnen und auf das Große Ganze und dem er mit vollem Einsatz ergeben ist. Und dann ist da immer noch seine Mutter, die von seinem Vater verraten wurde und im Spagat zwischen ihm und Fresius seelisch zu Grunde gegangen ist. Ein schweres Thema für Fresius.

Wer genau hinsieht, kann im Mondlicht ein unmenschliches Funkeln und Glitzern in seinen Augen wahrnehmen. Nur hat bisher noch niemand so genau hingesehen …

Hintergrund

Fresius ist als Sohn seiner schon jung verwitweten Mutter Risaja und seines elfischen Vaters in irgend einer größeren Stadt des Reiches gezeugt worden. Sobald aber sein Vater — ein hohes Tier in der Elfischen Verwaltung – erfuhr, dass aus seiner harmlosen Affäre etwas ernstes erwuchs, verließ er Risaja. Die Verbindung zwischen Menschen und Elfen ist verpönt und vom Gottkaiser als Todsünde geahndet. Daher wusste auch niemand, dass aus einer solchen Verbindung überhaupt ein Wesen erwachsen kann. Risaja und die Frucht in ihrem Leib gefährdeten sein Ansehen, seine Position und seine Gesundheit. Wer vorm Gottkaiser in Ungnade fiel, wurde an den unleidigsten Posten im Reich eingesetzt. Doch Fresius' Vater liebte Risaja und so brachte er es nicht über's Herz, sie zu töten. Stattdessen versetzte er sie mitsamt ihrem Ungeborenen in die entlegene Provinzstadt Fiondsbruch.

Dort wuchs Fresius auf, als ein Kind, wie viele andere. Doch seine Mutter war immer besorgt um ihn. Er durfte nicht alleine auf die Straße und sie versuchte ihn immer von den Elfen fern zu halten. Dabei mochten die Elfen ihn aus irgend einem unerfindlichen Grund. Die Angst Risajas, dass Fresius' Herkunft bekannt wird oder dass sein Vater sich doch noch zu einer Gewalttat entschließt brachte sie fast um den Verstand und so gab sie Fresius im Alter von 12 Jahren an ihren Vetter, der eine Schmiede betrieb.

Dort lernte Fresius das Schmiedehandwerk, doch mit der Zeit stellte er fest, dass die Menschen um ihn herum sich von den Elfen so viel Gefallen ließen. Das störte ihn, er konnte es nicht verstehen. Doch die anderen nahmen es hin, und wenn er sie darauf ansprach, schüttelten sie nur verständnislos den Kopf. Irgendwie gehörte er nicht dazu. Er hatte immer weniger Muse und Konzentration, sich mit dem Handwerk zu beschäftigen. Immer öfter stahl er sich davon, beschmierte Verwaltungsgebäude mit Ruß oder bewarf Würdenträger mit Küchenabfällen. Nur der unerklärlichen Sympathie der Elfen ihm gegenüber ist es zu verdanken, dass ihm keine schlimmere Strafe widerfuhr.

Er wurde schließlich in die Armee gesteckt. Da er sich in keine Gruppe eingliedern konnte, aber ein Gespür für die Wildnis hatte, machte man ihn zum Späher. Nur dadurch war es ihm vergönnt, die Schlachten mit den Orks zu überleben, die er oft aus einem fernen Posten tatenlos mitansehen musste. Als schließlich seine gesamte Kompanie in einem Hinterhalt aufgerieben wurde, stahl er sich alleine davon; wissend, dass niemand ihn vermissen würde.

Von da an schlug er sich denn als Heimatloser durch die Lande. Er fühlte sich den Menschen mehr und mehr entfremdet und schwankte unstet zwischen Stadt und Land hin und her. In seinem Leben als Landstreicher verdingte er sich durch Aufgaben aller Art, aber oft musste er sich mit dem zufrieden geben, was die Natur ihm gab. Doch gebettelt hat er nie. Er wollte sich bei niemandem in Schuld begeben und diesen Grundsatz hält er auch heute noch aufrecht.

Schließlich fand er Gleichgesinnte. Menschen, die wie er fühlten, dass mit der Herrschaft der Elfen etwas nicht stimmte. Die fühlten, dass Freiheit gegen Sicherheit ausgetauscht wurde. Die fühlten, dass die Revolution kam.


Bild: Battle for Wesnoth, Lizenz: GPL

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