Besondere Orte

Eredhon

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Weidengrund

Die Siedlung

Weidengrund mag vielleicht 100 Seelen eine Heimat bieten, das kleine Dorf ist nur von einem einfachen Graben umgeben, wo es nötig ist. In Norden und einem Teil des Südens schließen große Moore die Bewohner ein und sorgen für relative Sicherheit. Die einzige halbwegs befestigte Straße, die in den Ort hinein führt, aber nicht wieder heraus, kommt von Osten her und führt nach Kreuzwege und von dort aus in die weiteren Teil der Provinz.

Torf

Der einzige Grund, warum an dem Ort, der nun Weidengrund genannt wird, eine Siedlung entstand, war die geschützte Stelle direkt an den Mooren, welche sich sehr gut für den Abbau von Torf eignet. Dieser besondere Torf wird von den Elfischen Zaubersänger von Fiondsbruch dazu verwendet, um Klingen und Rüstungen von besonderer Qualität zu fertigen. Angeblich wachsen im Moor bestimmte Pflanzen, der Rückstände im Torf dem geschmolzenen Erz eine besondere Stärke und Qualität verleihen, aber so genau weiß das kein Mensch zu beantworten und die Elfen schweigen darüber beharrlich. Unter den Zaubersänger scheint der Vorgang ein streng gehütetes Geheimnis zu sein, da nur wenige eingeweihte Menschen zu den Arbeiten zugelassen werden, so sagt man jedenfalls in Weidengrund.

Der "Stechmeister" Pwyll, dem die Aufsicht über diese wichtige Tätigkeit gebührt und der im Auftrag der Elfen von Fiondsbruch den Torfstechern des Dorfes ihre Anweisungen erteilt, ist der einzige Mensch in der Siedlung, den man gelehrt hat, den besonderen Torf zu erkennen. Ohne sein scharfes Auge würde nur unbrauchbarer Torf, der sich bestenfalls zum heizen eignet, geliefert werden, so dass es niemand wagt, den schroffen Mann offen in Frage zu stellen. Selbst seine Lehrlinge kennen das Geheimnis ihres Meisters nicht, helfen ihm aber sehr wohl dabei, die anderen Arbeiter in ihre Schranken zu verweisen.

Die Schankwirtschaft "Zum Alten Hof"

Die einzige größere Schankwirtschaft, deren Räume auch als Gemeindesaal dienen, wenn es etwas wichtiges zu besprechen gibt, wird von der Witwe Tysja geführt. Früher teilten sich ihr Mann und sie die Arbeit bis er eines Tages auf besonderen Geheiß eines elfischen Abgesandten nach Fiondsbruch ging, um dort seine Fähigkeiten im Bergbau bei der Rettung eines instabilen Stollen einzubringen. Er kehrte nie wieder heim.

Bauerngehöfte

Aufgrund der sumpfigen Umgebung gibt es in Weidengrund selbst nur wenige Gehöfte, da Ackerboden rar ist und zum Teil mühsam dem Moor abgerungen werden muss. Die Dörfer weiter im Osten bieten weit fruchtbarere Umgebung zur Versorgung der Provinz, aber auch hier wollen die Menschen von etwas außer ihrem Torf leben. Der westlichste Hof, gar nicht weit vom toten Baum, gehört einem Bauern namens Zeke, der seine Scheune den Verschwörer zur Verfügung stellt, seitdem Treffen in der Schankwirtschaft zu auffällig und gefährlich geworden sind.

Markt

Jeden halben Mond wird Markttag gehalten, dann kommen einige Händler aus den nahen Dörfern und Fiondsbruch, um die wenigen Erzeugnisse des Dorfes zu erwerben und vor allem, ihre frischen Waren feil zu bieten und damit dem Menschen von Weidengrund mehr Abwechslung zu bescheren.

Der tote Baum

Ein beliebter Treffpunkt und Nachrichtenbrett für die Aufrührer. Weit genug im Westen von Weidengrund, dass sich dort kaum jemand hin verirrt, aber nah genug, als dass man einen Spaziergang jederzeit rechtfertigen kann.

Die alte Weide, welche hier steht, ist schon seit mindestens zwei Generationen nur noch als totes Gehölz zu bestaunen, dass sich erstaunlich gut hält und bisher keine Anzeichen von stärkerem Verfall zeigt.

Das Moor

Das Moor um Weidengrund unterscheidet sich nicht sonderlich von typischen Vertretern dieses Geländes. Eine Reise ohne kundigen Führer kann schnell im Tode enden, abgesoffen in einem der vielen Sumpflöcher oder im Nebel ohne Orientierung verloren. Die Menschen, die hier Leben kennen das Moor gut genug, um zu wissen, wann sie umkehren sollten, aber nur wenige kennen alle Wege. Eine Besonderheit bietet das Moor um Weidengrund jedoch, auch wenn den Menschen selbst nie in den Sinn gekommen wäre, danach zu suchen. Einige der Planzen, die hier wachsen, hinterlassen im Torf Rückstände, die für die Schmiede der Elfen wertvoll genug sind, um hier ein kleines Dorf zu unterhalten.

Der Weidenwald

Der Weidenwald schließt sich unmittelbar an das Moor an, in dem Weidengrund liegt. Von sumpfigen Untergrund bis zu festem Waldboden findet ein steter, fast unmerklicher Übergang statt, der schon so manchen Wanderer in die Irre geführt hat. Wer nicht aufpasst, findet sich schnell in einem Sumpfloch oder ohne erkennbaren Weg von einer kleinen Insel festen Untergrunds wieder. Im Weidenwald liegt auch der alte Tempel des "Vaters", den Alina vor einiger Zeit entdeckt hat.

Der Grünforst

Weit im Westen liegt ein alter Wald, der nur selten von jemanden außer den Jägern und Wandersleuten besucht wird. Der Jäger Galand, Alinas Lehrmeister, hat berichtet, dass es im Herzen dieses ursprünglichen Waldes mittlerweile eine tote Lichtung gibt und auch sonst das Leben scheinbar aus dem Wald weicht. Ein großer Wolf namens "Eisauge", der dort lange Zeit umherwanderte, ist schließlich wie von Sinne in Weidengrund eingefallen und wurde dort von Fresius, Tyford und Alina getötet.

Kreuzwege

Aus dem ersten Lager am Fuß des Berges, welches für Expeditionen in den Arnedkamm genutzt wurden, entwickelte sich im Lauf der Jahrzehnte eine kleine Siedlung, die auch heute noch die einzige ausgebaute Straße bewacht, welche hinauf in die Berge nach Fiondsbruch führt. Als Sammelpunkt der umliegenden Dörfer und der vielfältigen Waren, welche von diesen geliefert werden, ist Kreuzwege stets ein geschäftiger Ort, an dem fast immer ein fahrender Händler auf Durchreise angetroffen werden kann. Neben der Provinzhauptstadt selbst ist Kreuzwege daher auch die einzige Siedlung in der Provinz Eredhon, die vollständig von Mauern umschlossen ist und eine kleine, aber stets besetzte Garnison unterhält, welche direkt dem Stadthalter von Fiondsbruch untersteht.

Man munkelt, dass die Stadt vielleicht älteren Ursprungs ist als die "offizielle" Erzählung vermuten lässt. Wie ein großes Kreuz geht eine breite, gepflasterte Straße durch Kreuzwege und bildet so die Basis der Wege durch die Stadt. Kurz vor und nach den Stadtoren verschwindet diese breite Straße jedoch wieder in Lehm und Matsch. Wer diese Straße angelegt hat und zu welchem Zweck, kann nur vermutet werden. Der Weg nach Fiondsbruch jedoch, ist mittlerweile ähnlich ausgebaut, wenn auch deutlich schmaler.

Der Markt

An der Kreuzung der beiden großen Straßen hat sich ein Platz heraus gebildet, der im Laufe der Jahrzente eine Dreck- und Lehmdecke bekommen hat, die an vielen Stellen das große Straßenkreuz, welches darunter liegt, verdeckt. Der Platz selbst ist sogar noch etwas größer als das Straßenkreuz und ständig mit fahrenden Händler und kleinen Markständen gesprenkelt, die noch einen schnellen Verkauf erhoffen bevor die Reise weiter geht. Hier liegt zum einen die Schenke "Zum alten Weg" und zum anderen das Emporium des einflussreichstens Händlers der Stadt, Argo Linnem. Dieser Mensch scheint den Handel in der Stadt fast zu beherrschen. In Wahrheit verbirgt sich hinter Argo jedoch der Elf Erifar, welcher die Geschicke der Stad vor allem in Sachen des Handels beeinflusst.

"Zum alten Weg"

Diese Schenke steht schon fast so lange an der Wegesgreuzung wie die Menschen zurück denken können. Das große Haus beherbergt mehrere Schankräume, von denen nur einer der Allgemeinheit zur Verfügung steht und einige kleinere an Geschäftsleute und Händler vermietet werden, um dort zu verhandeln oder Gäste zu empfangen. Eine breite Auswahl an Speis und Trank steht für all die Reisenden bereit, die das letzte Mal Rast einlegen, bevor die Reise nach Fiondsbruch oder hinaus in die Provinz geht.

Die Garnison

Da Kreuzwege die Sicherheit der umliegenden Dörfer obliegt, hat die Garnison neben der stehenden Truppe, welche für Recht und Ordnung innerhalb der Stadt sorgt, auch mehrere berittene Patrouillen, welche das ganze Jahr über umher reisen, um Räuber, wilde Tiere und andere Gefahren fern zu halten.

Die Wegstrecke zwischen Weidengrund und Kreuzwege beträgt etwa einen halben Tag Fuschmarsch, während die Strecke nach Fiondsbruch etwa einen Tag Fußmarsch ausmacht.

Der Westen

Im Westen von Kreuzdorf liegen einige, kleinere Siedlung, die vor allem landwirtschaftliche Erzeugnisse nach Kreuzwege und Fiondsbruch liefern. Das Land an den westlichen Ausläufern des Arnedkamm ist fruchtbar und relativ eben, so dass viele Bauern hier ihr Farmland abgesteckt haben.

Nidoswieg

Nidoswieg beliefert die größeren Siedlungen Eredhons in der Hauptsache mit Getreide und Getreideerzeugnissen. Der Name dieses Dorfes hat seinen Ursprung in einer Sage. Der "Hexer" Nidos wurde angeblich in diesem Dorf geboren und aufgezogen.

Wurzdorf

Allerlei Getreide, Früchte und die seltsamsten Pilze und Wurzeln gehören zu den Erzeugnissen dieses Dorfes.

Wolfbann

Die Herden von Wolfbann genießen einen guten Ruf unter den Menschen von Eredhon. Gutes Fleisch, Wolle von einiger Qualität und Leder wird gern aus Wolfsbann bezogen. In den Wäldern im Südwesten treiben sich große Wolfsrudel umher, die immer mal wieder über die Herden herfallen, wenn Wetter und Land andere Futterquellen versiegen lassen.

Die Provinzhauptstadt Fiondsbruch

Die Provinzhauptstadt der Provinz Eredhon liegt in einiger Höhe am Fuß von Nionel's Berg, der in etwa die Mitte eines ausgedehnten Bergmassiv darstellt, dem Arnedkamm. Ursprünglich ein einfaches Lager, das zur Erkundung des Bergs und der umgebenden Höhen angelegt worden war, hat sich die Siedlung zu einer gut geschützten Stadt entwickelt, die zu einem großen Teil direkt aus dem Berg heraus geschlagen worden ist. Oberhalb der eigentlichen Stadt befindet sich eine weitestgehend eigenständige Siedlung, die in Anlehnung an ihre Mutterstadt den Namen Fiond's Hammer trägt, da man aus den zahlreichen Schmelzanlagen und Schmieden, die direkt das aus dem Berg befördert Erz verarbeiten, stets geschäftiges Hämmern hören kann.

Von Weidengrund aus braucht man etwa anderthalb Tage zu Fuß, um die prächtige Provinzhauptstadt zu erreichen. Am Fuß des Berges, etwa einen Tag Fußmarsch entfernt, liegt Kreuzwege.

Aufbau

Fiondsbruch wurde in mehreren Ringen gebaut, von denn der innerste zu gleich auch der höchste ist und sich eng an die steilen Felsen anschmiegt. Von dort aus fällt die Stadt mit dem Verlauf des Berges ab und weitet sich in die unteren Ebenen aus, die zuletzt nurmehr bebaut und nicht länger direkt aus dem Felsen geschlagen sind. Außerhalb der äußersten Stadtmauer befinden sich noch einige einfache Baracken und Armenhäuser, die entweder im Schutz der Steinmauer keinen Platz mehr gefunden haben oder einfach nicht geduldet werden. Dort hausen die Ärmsten der Ärmsten, denen nur die kargen Almosen des elfisch-menschlichen Reiches noch so etwas wie ein Leben ermöglichen.

Eine Besonderheit der Stadt ist der große Wasserfall, der im Laufe der Zeit in die Stadt integriert wurde. In Zeiten großer Niederschläge schwillt der Wasserfall zu bedrohlichen Ausmaßen an und es ist auch schon vorgekommen, dass Teile der Stadt überflutet wurden. Früher wurde der Fluss, welcher aus dem Becken entspringt, in das sich der Wasserfall ergießt, zu Transportzwecken genutzt. Heute werden nur noch wenige Boote durch die teilweise gefährlichen Stellen geführt, da eine gut ausgebaute Straße nach Kreuzwege existiert. Hier und da kann man am Flussverlauf noch die Eingriffe vergangener Tage erkennen, wo Schnellen entschärft und zu scharfe Kurven begradigt wurden. Manch einer mag sich wundern, welch meisterhafte Steinmetzkunst dort teilweise vollbracht wurde.

Fiond's Hammer

Die Stollen, die tief in die Flanke von Nionel's Berg getrieben wurden, sind reich an Erzen und kostbaren Steinen. Um nicht jede Erzfuhre hinunter in die Stadt schaffen zu müssen und auch den Lärm und die Hitze fern von den Wohnungen der Stadbewohner zu halten, wurden nahe der Stollenausgänge im Verlauf des Aufstrebens von Fiondsgrund immer mehr Schmelztigel und Schmieden errichtet, damit gleich vor Ort Metall gewonnen und verarbeitet werden konnte. Im Laufe der Zeit kamen Barracken und einige einfache Häuser dazu bis sich schließlich ein fast eigenständiges Dorf zusammen gefunden hatte. Ein Gutteil der Arbeiter, die hier ihre schwere Arbeit in den Stollen und Anlagen verrichten, wohnt einen Teil des Jahres direkt vor Ort bis der Winter in dieser Höhe zu beißend und kalt wird und man sich lieber in die etwas tiefer liegende und wärmere Stadt zurück zieht.

Die Reichshauptstadt und das Kernland

Über das entfernte Kernland des großen Reichs ist in der Provinz nur wenig genaues bekannt. "Der große Garten", wie die meisten Reisenden und Geschichten das Kernland nennen, scheint ein Ort voller Wunder zu sein, in dem die Menschen nahezu sorglos leben. In der Heimstett des unendlichen Kaisers, dem "silbernen Baum" und der ihn umgebenden Stadt, müssen unvorstellbare Reichtümer auch den einfachsten Menschen zu Füßen liegen, so wundervoll sind die Geschichten…

Wege ins Kernland

Von Fiondsbruch aus gibt es eine lange, gewundene Straße, die aus der Provinz Eredhon ins Kernland führt. Die Reise zu Fuß dauert mit Sicherheit länger als zwei Wochen in eine Richtung. Auf dem Weg finden sich viele kleine Dörfer und nur wenige befestigte Städte, da Eredhon außer den ergiebigen Erz- und Edelsteinadern im Arnedkamm nur wenig lohnenswerte Ressourcen zu bieten hat. Aus diesem Grund ist die Provinz ingesamt mit Blick auf die stationierten Truppen schlechter geschützt als andere Regionen im Großelfischen Reich, die natürlich Grenzen von Eredhon bieten allerdings mehr als genug Hindernisse, so dass die verteilten Garnisonen und die Schuttruppen von Fiondsbruch ausreichen.

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